Bergsteigerschule Watzmann
Burg/Schloss

Castello di Fénis

🇮🇹
45.737, 7.489 Italien
Gran-Paradiso-Gruppe
Highlight:
Das Castello di Fénis ist eine der berühmtesten mittelalterlichen Burgen des Aostatals. Die Burg aus dem 13. Jahrhundert besticht durch ihre doppelte Ringmauer mit zahlreichen Türmen und den vollständig bemalten Innenhof. Anders als andere Festungen der Region liegt sie in der Ebene und diente als repräsentative Residenz der Familie Challant.

Mittelalterliche Burg im Aostatal

Das Castello di Fénis liegt in der gleichnamigen Gemeinde und gilt als eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Burgen Italiens. Die strategische Lage in der Ebene ohne natürliche Verteidigungsvorteile deutet auf ihre Funktion als prestigeträchtige Verwaltungsresidenz hin.

Die Burg wurde erstmals 1242 urkundlich erwähnt und erlebte ihre Blütezeit zwischen 1320 und 1421 unter Aimone und Bonifacio I. di Challant. Der fünfeckige Zentralbau mit seiner charakteristischen doppelten Ringmauer entstand in dieser Zeit. Besonders sehenswert ist der Innenhof mit der halbkreisförmigen Steintreppe und den gotischen Fresken der Jaquerio-Schule. Die Wandmalereien zeigen Heilige, Spruchbänder mit moralischen Sentenzen und das berühmte Fresko des heiligen Georg im Drachenkampf.

Gut zu wissen:

Der Innenhof des Castello di Fénis diente 1884 als Vorlage für die Rocca im Borgo Medievale von Turin, wo die Steintreppe und Fresken originalgetreu nachgebaut wurden.

Bekannte Ziele in der Gran-Paradiso-Gruppe

Sonstige

Valsavarenche

Valsavarenche liegt am Ende des gleichnamigen Tals im italienischen Gran Paradiso Nationalpark. Das Bergdorf dient als zentraler Ausgangspunkt für Hochtouren auf den Gran Paradiso und Skitouren in der Region. Von Pravieux und Le Pont führen die Zustiege zu den Schutzhütten Rifugio Chabod und Rifugio Vittorio Emanuele.

Gipfel 4.061 m

Gran Paradiso

Der Gran Paradiso erhebt sich auf 4.061 m als höchster Berg, der vollständig in Italien liegt. Der Normalweg über den Laveciau-Gletscher führt zur charakteristischen Madonnenstatue am Gipfel. Die Route gilt als einer der leichtesten Viertausender der Alpen.

Sattel 2.040 m

Colle Crest

Der Colle Crest liegt auf 2.040 m zwischen dem Fatinaire-Tal und Valle di Ribordone. Der Pass bietet weite Sicht in die Poebene und verbindet zwei Täler der Gran-Paradiso-Gruppe. Er ist Etappenziel der Grande Traversata delle Alpi.

Gipfel 3.552 m

Gran Serra

Der Gran Serra erhebt sich auf 3.552 m im Massiv des Gran Paradiso zwischen Valsavarenche und Valnontey. Der Gipfel liegt auf der Dorsale vom Gran Paradiso zur Grivola und gilt als beliebter Akklimatisierungsberg für Skitouren.

Sattel 2.578 m

Colle della Borra

Der Colle della Borra liegt auf 2.578 m Höhe im Gran-Paradiso-Nationalpark. Der Pass verbindet das Tal von Piamprato mit dem Campiglia-Tal. Von hier eröffnet sich ein Panoramablick in die wilden Bereiche des Nationalparks.

Dorf

Aymavilles

Aymavilles liegt am Eingang des Val di Cogne im Aostatal. Der alpine Ort dient als Basecamp für Skitouren in der Gran-Paradiso-Gruppe. Das nahegelegene Schloss Aymavilles zählt zu den schönsten der Region.

Dorf

Campiglia Soana

Campiglia Soana liegt als Fraktion von Valprato Soana im Val Soana. Das Bergdorf gilt als wichtigster touristischer Ort des Tals und dient als Ausgangspunkt zum Santuario di san Besso. Archäologische Funde belegen eine Siedlungsgeschichte bis ins 16. Jahrhundert.

Dorf

Quincinetto

Quincinetto ist eine italienische Gemeinde in der Metropolitanstadt Turin mit 976 Einwohnern. Das Dorf liegt 60 km nördlich von Turin am Fuß der Gran-Paradiso-Gruppe. Der Ort dient als strategischer Ausgangspunkt für Wanderungen in Italiens ersten Nationalpark.

Sattel 2.372 m

Bocchetta delle oche

Die Bocchetta delle Oche verbindet auf 2.372 m Höhe das Val Soana mit dem Valchiusella in der Gran-Paradiso-Gruppe. Der Pass war bereits in römischer Zeit die wichtigste Passage zwischen den beiden Tälern und gilt heute als einfachster Übergang in diesem Gebiet.

Gipfel 3.642 m

Ciarforon

Der Ciarforon erhebt sich auf 3.642 m im Parco Nazionale del Gran Paradiso. Die Nordwand zeigt sich vergletschert, während die Südseite ein markantes trapezförmiges Felsmassiv bildet. Alle Aufstiegsrouten haben alpinistischen Charakter.

Kirche 1.320 m

Santuario di Prascondù

Das Santuario di Prascondù liegt auf 1.320 m im Gran-Paradiso-Nationalpark und ist der wichtigste sakrale Bau der Region. Die Wallfahrtskirche entstand nach einer Marienerscheinung von 1619 und beherbergt heute das Museum der Volksreligiosität.

Gipfel 2.156 m

Monte Arzola

Der Monte Arzola erhebt sich auf 2.156 m im wenig besuchten Val Ribordone des Gran-Paradiso-Nationalparks. Der Gipfel bietet ein 360°-Panorama über das Valle dell'Orco bis zum Gran Paradiso. Am Aufstiegsweg finden sich neolithische Felsgravuren mit Spiralmustern.

Berghütten in der Gran-Paradiso-Gruppe

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