Die Antoniter züchteten Schweine zur Behandlung von Hautkrankheiten – das Schweinefett galt als Heilmittel gegen das "Antoniusfeuer", weshalb der heilige Antonius stets mit einem Schwein dargestellt wird.
Sant'Antonio di Ranverso
Sant'Antonio di Ranverso ist ein historisches Klosterensemble aus dem 12. Jahrhundert bei Buttigliera Alta am Eingang zum Susa-Tal. Die Precettoria wurde 1188 von Graf Umberto III. von Savoyen gegründet und diente als Hospiz für Pilger auf der Via Francigena. Das gotische Kirchengebäude beherbergt bedeutende Fresken von Giacomo Jaquerio aus dem 15. Jahrhundert.
Historisches Kloster der Antoniter
Das Kloster liegt strategisch günstig auf 336 m Höhe zwischen den historischen Alpenübergängen Mont Cenis und Monginevro. Die Antoniter-Mönche betrieben hier ein Hospital für Pestkranke und Pilger, die auf dem Weg nach Rom durch das Piemont zogen. Der Name Ranverso leitet sich vom lateinischen "rivus inversus" ab und bezieht sich auf einen Kanal nördlich der Moränenhügel.
Die gotische Kirche zeigt französischen Einfluss mit drei imposanten Terrakotta-Giebeln und einem charakteristischen Glockenturm aus dem 14. Jahrhundert. Im Kircheninneren erstrecken sich die Freskenzyklen über das gesamte Hauptschiff und die Seitenkapellen. Das Pentyptychon von Defendente Ferrari aus dem Jahr 1531 entstand als Votivgabe der Stadt Moncalieri während einer Pestepidemie. Seit 1776 verwaltet der Maurizianische Orden das als Nationaldenkmal geschützte Ensemble.
Gut zu wissen:
Bekannte Ziele in den Cottischen Alpen
San Nicolao
San Nicolao liegt am Fuße des Majella-Gebirges in den italienischen Abruzzen. Der Ort dient als Ausgangspunkt für Skitouren in den Majella Nationalpark. Von hier führt eine sanft ansteigende Route zum Monte Rapina.
Lago del Ciardonnet
Der Lago del Ciardonnet liegt auf 2.552 m Höhe im Parco naturale Orsiera-Rocciavrè in den Cottischen Alpen. Der dreieckige Bergsee befindet sich in einer Hochgebirgskonche zwischen Monte Orsiera und Punta Gavia.
Lago Rouen
Der Lago Rouen liegt auf 2.391 m im Parco Naturale Orsiera Rocciavrè in den Cottischen Alpen. Der etwa 200 m lange Bergsee ist nur im Hochsommer eisfrei und wird über einen Wanderweg von der Borgata Gran Faetto erreicht.
Colle dell'Assietta
Der Colle dell'Assietta ist ein 2.472 m hoher Alpenpass in den Cottischen Alpen. Er trennt das Susatal im Norden vom Val Chisone im Süden. Über den Pass verläuft die 35 km lange Assietta-Kammstraße.
Colle delle Vallette
Der Colle delle Vallette liegt auf 2.551 m in den Cottischen Alpen an der italienisch-französischen Grenze. Der Pass verbindet die piemontesischen Täler und bietet Zugang zu den westalpinen Bergwanderrouten.
Colle delle Finestre
Der Colle delle Finestre (2.176 m) verbindet die untere Valle di Susa mit dem Val Chisone in den Cottischen Alpen. Der Pass trennt die beiden Untergruppen Fraiteve-Assietta-Ciantiplagna und Orsiera-Rocciavrè. Vom Gipfel reicht der Blick nordwärts zum Rocciamelone und südwärts zum Monte Albergian.
Jouvenceaux
Jouvenceaux ist eine Fraktion der Gemeinde Sauze d'Oulx in den Cottischen Alpen im Piemont. Das historische Bergdorf liegt in der Alta Val di Susa auf 1.509 m Höhe. Die Siedlung geht auf keltische Ursprünge zurück und trägt den Namen der Sauvincatii.
Chiomonte
Chiomonte liegt auf 750 m im Val di Susa in den Cottischen Alpen. Die Gemeinde verfügt mit der Fraktion Frais über eine Skistation, die über eine Sesselbahn mit dem Bahnhof verbunden ist. Das Gebiet diente 2006 als Trainingsstätte für die Olympischen Winterspiele in Turin.
Roc 'd Vaie
Der Roc 'd Vaie erhebt sich in den Cottischen Alpen oberhalb der gleichnamigen Gemeinde im Susatal. Der Gipfel liegt westlich von Turin an der italienisch-französischen Grenze. Von seinem Gipfel reicht der Blick über das historische Susatal und die umliegenden Cottischen Alpen.
Monte Pirchiriano
Der Monte Pirchiriano erhebt sich als 936 m hoher Felssporn in den Cottischen Alpen bei Turin. Auf seinem Gipfel thront die Sacra di San Michele, das Wahrzeichen des Piemont. Der Berg besteht aus charakteristischem Serpentingestein.
Croce di Sanfront
Die Croce di Sanfront erhebt sich in den Cottischen Alpen oberhalb der gleichnamigen Gemeinde im Piemont. Der Gipfel liegt im westlichen Gebirgsbereich, wo der Po entspringt und sich das Valle Po zur Poebene öffnet.
Croce di Envie - Cima Bracco
Der Monte Bracco erhebt sich auf 1.307 m zwischen dem Po-Tal und der Ebene von Cuneo. Das kleine Bergmassiv besteht aus Gneis und gehört zum kristallinen Dora-Maira-Komplex. Vom Gipfel mit seiner charakteristischen Croce di Envie reicht der Blick weit über das Piemont.
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