Auf dem Gipfel des Piz Ela befinden sich die ältesten und höchstgelegenen fossilen Saurierspuren der Welt – 200 Millionen Jahre alte Fußabdrücke von Raubsauriern.
Parc Ela
Der Parc Ela in Graubünden ist mit 659 Quadratkilometern der grösste regionale Naturpark der Schweiz. Er umfasst die Talschaften Albula und Oberhalbstein mit historischen Passübergängen und reicht vom tiefsten Punkt in der Schinschlucht auf 745 m bis zum Piz Kesch auf 3.418 m. Das Gebiet beherbergt ein Drittel aller Schweizer Insektenarten und zehn Ortsbilder von nationaler Bedeutung.
Grösster regionaler Naturpark der Schweiz
Der nach dem Piz Ela benannte Naturpark liegt mitten in der Passlandschaft von Albulapass, Julier und Septimer. Diese seit der Bronzezeit genutzten Übergänge haben ein reiches kulturelles Erbe hinterlassen: mittelalterliche Burgen, romanische und barocke Kirchen sowie zehn ausgezeichnete Dorfkerne.
Die vielfältige Landschaft erstreckt sich über alle Höhenstufen und bietet ausgedehnte Flachmoore oberhalb der Waldgrenze als Rückzugsgebiet für seltene Arten. Das karge Kesch-Ducan-Gebiet prägen noch heute Gletscher und Firnfelder, während kleinere Gletscher am Piz Platta und Piz d'Err zu finden sind. Der Parc Ela Trek umrundet das Gebiet seit 2023 in 17 Etappen größtenteils über 2.000 m Höhe.
Gut zu wissen:
Bekannte Ziele in den Albula-Alpen
Madulain
Das Haufendorf Madulain liegt auf 1.697 m am Inn zwischen La Punt Chamues-ch und Zuoz. Der Ort gilt als eines der besterhaltenen Dörfer des Oberengadin und zählt zu den schönsten Dörfern der Schweiz. Oberhalb thront die Ruine der Burg Guardaval aus dem 13. Jahrhundert.
S-chanf
S-chanf liegt auf 1.660 m im Oberengadin am Inn und gehört zur romanischen Kulturregion. Das Dorf wurde 1137 erstmals als Scaneves erwähnt und bildet heute einen strategischen Ausgangspunkt für Skitouren in den Albula-Alpen. Die spätgotische Dorfkirche St. Maria stammt aus dem Jahr 1493.
Fuorcla Crap Alv
Die Fuorcla Crap Alv liegt auf 2.469 m in den Albula-Alpen und verbindet das Oberengadin mit dem Albulatal. Der Pass bietet einen spektakulären Ausblick ins wilde Val Bever. Auf der Albulatal-Seite liegen die kleinen Lais digl Crap Alv unterhalb der Passhöhe.
Julierpass
Der Julierpass verbindet auf 2.284 m das Oberhalbstein mit dem Engadin. Bereits in römischer Zeit war er einer der wichtigsten Alpenübergänge. Auf der Passhöhe verläuft die Europäische Wasserscheide zwischen Rhein und Donau.
Fuorcla Suvretta
Die Fuorcla Suvretta liegt auf 2.966 m in den Albula-Alpen und verbindet das Val Bever mit dem Oberengadin. Der Pass führt durch eine markante Steinwüste und gilt als wichtiger Zustieg ins Jenatsch-Tourengebiet.
Suvretta-Pass
Der Suvretta-Pass liegt auf 2.615 m in den Albula-Alpen und verbindet St. Moritz mit Bever. Ein malerischer Bergsee liegt direkt auf der Passhöhe. Der Pass ist Teil des Alpenpässe-Wegs und beliebter Wanderübergang.
Piz Calderas
Der Piz Calderas erhebt sich auf 3.397 m als höchste Erhebung des Oberhalbsteins in den Albula-Alpen. Der Berg gilt als einer der schönsten Aussichtsberge Mittelbündens mit Blick zur Berninagruppe. Zwei Gletscher umgeben den Gipfel: der Vadret d'Err im Norden und der Vadret Calderas im Süden.
Piz D'Err
Der Piz d'Err erhebt sich mit 3.378 m als Namensgeber der Err-Gruppe in den Albula-Alpen. Der Berg bietet dank seiner Dominanz eine außergewöhnliche Fernsicht bis in die Berner und Walliser Alpen. Als Normalroute führt der Weg über den Vadret d'Err von der Chamanna Jenatsch.
Tschima da Flix
Die Tschima da Flix erhebt sich auf 3.315 m in den Albula-Alpen zwischen Oberhalbstein und Val Bever. Der Berg gilt als beliebtes Skitourenziel mit lohnenden Abfahrten und relativ leichtem Zugang. Über den Gipfel verläuft die Gemeindegrenze zwischen Surses und Bever.
Albulapass
Der Albulapass verbindet auf 2.312 m das Albulatal mit dem Oberengadin. Über den Pass verläuft die Wasserscheide zwischen Nordsee und Schwarzem Meer. Von November bis Juni ist die Straße wegen Lawinengefahr gesperrt.
Fuorcla Gualdauna
Die Fuorcla Gualdauna liegt auf 2.494 m zwischen dem Albulatal und dem Oberengadin. Der Pass verbindet die Albulapassstraße mit der Chamanna d'Es-cha und dient als Wegstation auf dem Bernina Trek. Der weite Rasensattel bietet Panoramablicke über die Albula-Alpen.
St. Moritz
Sankt Moritz liegt auf 1.822 m im Oberengadin und zählt zu den berühmtesten Wintersportorten der Welt. Der Ort diente 1928 und 1948 als Austragungsort der Olympischen Winterspiele. Hausberg ist der Piz Nair mit 3057 m.
Ski- und Bergtouren in den Albula-Alpen
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