Die Spitzkoppe ragt als mächtiger Granitinselberg rund 670 m aus den Ebenen der Namib und erreicht 1.728 m Höhe. Wegen ihrer markanten Silhouette wird sie gerne als „Matterhorn Namibias“ bezeichnet. Das rund 130 Millionen Jahre alte Granitgestein erstarrte einst tief unter der Erdoberfläche; Erosion legte später die gewaltigen Felskuppeln frei. Heute gehört die Spitzkoppe zu den bekanntesten Klettergebieten Namibias.
Der Hauptgipfel verlangt ausgesetzte Kletterei auf glattem Granit, während sich an den umliegenden Wänden Routen ganz unterschiedlicher Schwierigkeit finden. Wasser gibt es am Berg praktisch nicht – Hitze, Trockenheit und die abgeschiedene Lage gehörten deshalb schon bei der ersten gesicherten Besteigung 1946 zu den besonderen Herausforderungen. Neben dem Klettern führen leichtere Touren durch die bizarre Welt aus Granitkuppen, Felsbögen und gewaltigen Blöcken.
Auch kulturell erzählt die Spitzkoppe eine lange Geschichte. An zahlreichen Felsüberhängen finden sich Malereien und Gravuren der San, teilweise mehrere tausend Jahre alt. Weltbekannt wurde die Landschaft außerdem durch Stanley Kubricks „2001: Odyssee im Weltraum“: Aufnahmen der Spitzkoppe dienten als Hintergrund für die berühmte „Dawn of Man“-Sequenz – die Schauspieler selbst standen allerdings im Studio in England.