Der 4.562 m hohe Mount Meru dominiert die Landschaft nördlich von Arusha und ist nach dem Kilimandscharo der zweithöchste Berg Tansanias. Der mächtige Stratovulkan liegt rund 70 km westlich des Kilimandscharo und eignet sich durch seine Höhe und den mehrtägigen Aufstieg gut zur Akklimatisation vor einer Kilimandscharo-Besteigung. Gleichzeitig ist er ein eigenständiges Trekkingziel mit einer außergewöhnlichen Vulkanlandschaft.
Die Momella-Route führt aus den Savannen und Bergwäldern des Arusha-Nationalparks über offene Hochlagen bis zum felsigen Kraterrand. Besonders ungewöhnlich ist der Beginn der Tour: Giraffen, Büffel, Warzenschweine und andere Wildtiere leben entlang der unteren Etappen, weshalb Wanderer von einem bewaffneten Ranger begleitet werden. Weiter oben folgt die Route dem schmalen Kraterrand bis zum Socialist Peak, dem höchsten Punkt des Mount Meru. Trittsicherheit ist erforderlich, schwierige technische Kletterei jedoch nicht.
Seine heutige Form verdankt der Mount Meru einer gewaltigen vulkanischen Katastrophe. Vor rund 7.800 Jahren kollabierte die Ostseite des Vulkans; eine enorme Schuttlawine und vulkanische Schlammströme ergossen sich weit in das umliegende Land und hinterließen eine mehrere Kilometer breite, nach Osten offene Caldera. In ihrem Inneren erhebt sich noch heute ein jüngerer Aschenkegel. Die letzte bestätigte Eruption ereignete sich 1910 – Mount Meru gilt daher als ruhender, aber keineswegs erloschener Vulkan.