Das Defreggerhaus steht auf 2.963 m westlich des Äußeren Mullwitzkees – eine der höchstgelegenen Schutzhütten der Ostalpen. Die Berghütte des Österreichischen Touristenklubs nutzen wir als Stützpunkt für die Hochtour auf den Großvenediger, einen der formschönsten Gletscherberge der Hohen Tauern.
Von hier führt die klassische Route über die Johannishütte auf den Großvenediger (3.657 m). Der vergletscherte Normalweg zieht über das Mullwitzkees zum Gipfel – eine der beliebtesten Hochtouren der Ostalpen. Auch das Rainerhorn (3.559 m) lockt als lohnendes Gipfelziel. Das Defreggerhaus steht auf Permafrost, die Gletscher prägen die karge Hochgebirgslandschaft ringsum.
Die exponierte Lage macht das Defreggerhaus zum Knotenpunkt für Hüttenübergänge: zur Eisseehütte in 2:30 Stunden, zur Neuen Prager Hütte in 3:45 Stunden oder zur Sajathütte in 3:15 Stunden. Die hochalpinen Übergänge führen durch vergletschertes Gelände und erfordern entsprechende Erfahrung und Ausrüstung.
Übernachten auf dem Defreggerhaus
Die Berghütte bietet 72 Schlafplätze. Etagen-WC und Waschräume sind vorhanden. Eine Materialseilbahn versorgt die hochgelegene Hütte.
Zustieg zum Defreggerhaus
Der kürzeste Aufstieg führt von der Johannishütte durch die vergletscherte Hochgebirgswelt – in rund 2:30 Stunden erreicht man das Defreggerhaus. Wer direkt aus dem Tal aufsteigt, startet in Hinterbichl und bewältigt 1.620 Höhenmeter in etwa 4:30 Stunden. Bis zur Johannishütte kann das Gepäck mit dem Venedigertaxi transportiert werden.
Gut zu wissen
Das Defreggerhaus wurde 1885 erbaut und 1925 neu errichtet – benannt nach dem Tiroler Maler Franz von Defregger. Die Hütte gehört zu den ältesten Schutzhütten der Ostalpen und trotzt auf ihrem exponierten Standort seit Jahrzehnten den extremen Wetterbedingungen der Hochgebirgslage.
