Die Botschkihütten (Prijut II Hütte) stehen auf 3.750 m am Südhang des Elbrus – dem höchsten Berg des Kaukasus. Die Berghütte nutzen wir als Stützpunkt für die Besteigung des Westgipfels (5.642 m) und ist das höchstgelegene Refugium im gesamten Kaukasus.
Von den Botschkihütten führen die Routen über die weiten Gletscherhänge zu den beiden Gipfeln des Elbrus. Der Berg zeigt sich hier als gewaltiger Gletscher-Dom – endlose Firnflanken ziehen zum Sattel zwischen West- und Ostgipfel hinauf. Die exponierte Lage auf dem Gletscherplateau macht sie zum wichtigen Akklimatisations-Stützpunkt vor dem Gipfeltag.
Übernachten in den Botschkihütten (Prijut II Hütte):
Die Berghütte hat 54 Schlafplätze in mehreren Räumen. Als höchstgelegenes Refugium im Kaukasus ist die Unterkunft zweckmäßig und robust gebaut – Wind und Wetter auf dieser Höhe fordern eine solide Konstruktion.
Zustieg zu den Botschkihütten:
Der Aufstieg beginnt in Azau auf 2.350 m. Die meisten Bergsteiger nutzen die Seilbahn zur Garabashi-Station auf 3.800 m. Von dort führt der Weg in 2-3 Stunden über 750 Höhenmeter abwärts – eine ungewöhnliche Route, aber die effizienteste Variante.
Gut zu wissen:
Die Geschichte der Elbrus-Hütten reicht zurück bis 1929, als elf Wissenschaftler die ursprüngliche Prijut 11 in 4.160 m Höhe errichteten. 1939 entstand die legendäre aluminiumverkleidete Struktur in 4.200 m Höhe. Am 16. August 1998 brannte das historische Prijut 11 durch Unachtsamkeit vollständig ab – die heutigen Botschkihütten (Prijut II Hütte) sind der moderne Nachfolger dieser alpinen Tradition am Elbrus.
