Die Bethlemihütte – oder Gudauri Hut – steht auf 3.653 m an den Flanken des Mount Kazbek. Die unbewartete Schutzhütte im georgischen Kaukasus dient uns als spartanischer Stützpunkt für die Besteigung des 5.047 m hohen Vulkangipfels. Wind und Kälte prägen diesen exponierten Platz – selbst im Sommer fallen hier nachts die Temperaturen unter null.
Von der Bethlemihütte führt die Gletscherroute zum Mount Kazbek, dem dritthöchsten Berg Georgiens. Die Besteigung erfordert Gletschererfahrung und alpine Ausrüstung. Als zweites Gipfelziel lockt der Ortsveri mit 4.350 m. Die karge Steinlandschaft des Kaukasus zeigt sich hier in ihrer ganzen Wildheit – zerklüftete Grate, steile Gletscher und die endlose Weite der georgischen Hochgebirgslandschaft.
Übernachten auf der Bethlemihütte:
Die Hütte hat 50 Schlafplätze in einfachsten Verhältnissen. Es gibt keine Duschen, keine Waschgelegenheiten und keine Toiletten. Verpflegung, Gas und Kocher müssen selbst mitgebracht werden. Ein warmer Schlafsack ist auch in der Hütte zwingend nötig – die Temperaturen fallen nachts deutlich unter den Gefrierpunkt.
Zustieg zur Bethlemihütte:
Der Aufstieg beginnt bei der Sameba Trinity Church auf 2.180 m. Von der markanten Dreifaltigkeitskirche steigt der Weg in 3 bis 7 Stunden über 730 Höhenmeter zur Gudauri Hut. Der Pfad erfordert Trittsicherheit – loses Geröll und steile Passagen prägen den Anstieg durch die karge Berglandschaft.
Gut zu wissen:
Die Geschichte der Hütte reicht zurück bis 1933, als hier zunächst ein Holzbau errichtet wurde. 1941 folgte der heutige Steinbau, der als sowjetische Wetterstation diente. Ursprünglich nach Simon Japaridze benannt, der 1929 verstarb, trägt die Unterkunft seit 1998 den Namen Bethlemihütte.
