Das Waltenbergerhaus steht auf 2.084 m in den Allgäuer Alpen – seit 1875 die erste Alpenvereinshütte im Allgäu. Die Schutzhütte der DAV Sektion Allgäu-Immenstadt nutzen wir als Stützpunkt für die Steinbocktour und die Durchquerung der Allgäuer Alpen. Nach dem Neubau 2017 präsentiert sich das Waltenbergerhaus als markanter Holzbau mit Pultdach – funktional und windgeschützt in die Berglandschaft eingepasst.
Von hier führen die Wege zur Mädelegabel (2.645 m) und zum Hohen Licht (2.652 m). Das Waltenbergerhaus steht direkt am Heilbronner Höhenweg und ermöglicht einen Quereinstieg zum E5. Die exponierte Lage ohne Materialseilbahn macht die Hütte zu einem abgeschiedenen Bergstützpunkt – die Versorgung erfolgt ausschließlich per Hubschrauber.
Übernachten auf dem Waltenbergerhaus:
Die Berghütte hat 70 Schlafplätze. Jeder Schlafplatz hat einen eigenen Sitzplatz in der Gaststube – bei schlechtem Wetter drängt sich niemand.
Zustieg zum Waltenbergerhaus:
Der Hauptzustieg führt von Einödsbach (1.113 m) in etwa 3 Stunden zur Hütte. Alternativ steigt man von Birgsau (950 m) in 3,5 Stunden auf. Übergänge verbinden mit der Kemptner Hütte (1.846 m) über Bockkarscharte und Heilbronner Weg in 3,5 Stunden sowie mit der Rappenseehütte (2.091 m) über den Heilbronner Weg in 4 Stunden.
Gut zu wissen:
Als zweite Berghütte in den Bayerischen Alpen und fünfte in den Nördlichen Ostalpen schrieb das Waltenbergerhaus Alpingeschichte. 1884 wurde die Hütte wegen des schlechten Standorts an die heutige Stelle verlegt. Der Neubau 2017 erforderte über 2.500 Hubschraubereinsätze – ein logistisches Meisterwerk in dieser exponierten Lage.
