Die Seethaler Hütte steht auf 2.740 m am Rand des Hallstätter Gletschers – die höchstgelegene Schutzhütte Oberösterreichs. Direkt auf der Landesgrenze zwischen Oberösterreich und Steiermark, oberhalb der markanten Dachstein-Südwand, nutzen wir die Berghütte des Alpenverein Austria als Kurs-Stützpunkt für die Ausbildung der Überwinterer der Neumayer III Station.
Der AWI Bergkurs bereitet die Teilnehmer auf die extremen Bedingungen in der Antarktis vor. Die exponierte Lage der Seethaler Hütte am Gletscher, die hochalpine Umgebung und die anspruchsvollen Routen schaffen das passende Trainingsgelände. Von hier aus erreichen die Kursteilnehmer den Hohen Dachstein (2.995 m) und den Hohen Gjaidstein (2.792 m) – beides Gipfel, die alpines Können fordern.
Die Geschichte der Hütte reicht bis 1929 zurück, als Bergführer Johann Georg Seethaler hier die Dachsteinwartehütte errichtete. Sein Sohn Sepp führte sie 50 Jahre lang. Nach Bauschäden und Dolinenbildung erfolgte 2016 bis 2018 ein kompletter Neubau – heute steht hier eine moderne Schutzhütte.
Übernachten auf der Seethaler Hütte
Die Berghütte bietet 23 Schlafplätze für die Kursteilnehmer. Ein unversperrter Schutzraum und der Windfang stehen auch außerhalb der Kurszeiten zur Verfügung. Die Hütte trägt das Umweltgütsiegel für Alpenvereinshütten.
Zustieg zur Seethaler Hütte
Der kürzeste Weg führt von der Bergstation der Dachstein-Südwandbahn auf 2.690 m in 45 Minuten und 50 Höhenmetern zur Hütte. Alternativ steigt man von der Gjaidalm in 4,5 Stunden auf. Der Ausstieg des Johann-Klettersteigs mündet direkt bei der Hütte – sie ist auch Ausgangspunkt für den Klettersteig "Schulteranstieg" auf den Hohen Dachstein.
