Das Rifugio Lagazuoi steht auf 2.752 m am Kleinen Lagazuoi – eine der höchstgelegenen Schutzhütten der Dolomiten. Direkt an der Bergstation der Lagazuoi-Seilbahn gelegen, dient die Hütte als Stützpunkt für Wanderungen auf dem Dolomiten-Höhenweg 1 durch die zerklüftete Felswelt Südtirols.
Vom Rifugio Lagazuoi aus führt der Weg zur Faneshütte – eine Etappe des Dolomiten-Höhenwegs. Die Hütte bietet Zugang zu den Klettersteigen Tomaselli und Lipella, die hier enden und beginnen. Ein 1.000 Meter langer italienischer Minenstollen durchzieht den Berg – Zeuge des Gebirgskriegs von 1915 bis 1918, als österreichische und italienische Truppen in den Stellungsanlagen kämpften.
Der Kleine Lagazuoi (2.778 m) ragt direkt über der Hütte auf. Die 1965 nach einjähriger Bauzeit errichtete Schutzhütte steht an einem geschichtsträchtigen Ort, wo sich alpine Bergwelt und Kriegsgeschichte verbinden.
Übernachten im Rifugio Lagazuoi
Die Berghütte verfügt über 74 Schlafplätze. Die Seilbahn ermöglicht einen bequemen Aufstieg direkt zur Hütte.
Zustieg zum Rifugio Lagazuoi
Der Zustieg führt vom Passo di Falzarego (2.105 m) in gut zwei Stunden zur Hütte – 647 Höhenmeter über Serpentinen und Geröllfelder. Alternativ steigt man vom Rifugio Scotoni (1.985 m) in zweieinhalb Stunden auf oder nutzt vom Werk Tre Sassi (2.107 m) den Kaiserjäger Steig, einen Klettersteig, der in gut drei Stunden zur Hütte führt.
