Das Rifugio Allievi Bonacossa steht auf 2.388 m im oberen Valle di Zocca – am Fuß der Granittürme des Bergells, wo die Bernina-Alpen ihre wildeste Seite zeigen. Die Schutzhütte der CAI Sektion Milano nutzen wir als Stützpunkt für Wanderungen auf dem Sentiero Roma, dem alpinen Höhenweg durch das italienische Bergell.
Von hier führen Routen zur Cima di Castello (3.386 m) und zur Cima di Zocca. Der Sentiero Roma verbindet das Rifugio Allievi Bonacossa mit den Nachbarhütten – zum Rifugio Gianetti auf 2.534 m sind es fünf Stunden über felsiges Gelände, zum Rifugio Ponti auf 2.559 m eine halbe Stunde länger. Erfahrene Bergsteiger queren über den Passo di Zocca zur Albignahütte auf schweizer Seite – eine anspruchsvolle T5-Route.
Übernachten im Rifugio Allievi Bonacossa
Die Berghütte hat 70 Schlafplätze. Ein Winterraum mit 6 Schlafplätzen steht ganzjährig offen.
Zustieg zum Rifugio Allievi Bonacossa
Der Aufstieg beginnt im Val di Mello bei der Osteria Gatto Rosso auf 1.049 m. Durch das enge Tal steigt der Weg stetig an, später über Felsstufen und durch Latschenfelder hinauf ins Valle di Zocca – 1.360 Höhenmeter, etwa 4 Stunden Gehzeit.
Gut zu wissen
Die Geschichte des Rifugio Allievi Bonacossa reicht bis 1897 zurück, als hier die erste Capanna Zocca stand. Nach ihrer Zerstörung entstand 1905 das heutige Rifugio Allievi. Im Ersten Weltkrieg diente die Hütte den Alpini als Grenzstützpunkt, im Zweiten Weltkrieg nutzte sie die Resistenza. 1988 kam das benachbarte Rifugio Bonacossa dazu. Beide Hütten wurden im Jahr 2000 von einer Lawine getroffen und anschließend renoviert. Benannt sind sie nach dem Bergsteiger Francesco Allievi und den Brüdern Aldo und Alberto Bonacossa – Aldo schrieb 1915 den ersten italienischen Ortlerführer, Alberto präsidierte die CAI Milano von 1930 bis 1937.
