Das Riemannhaus steht auf 2.177 m in der Ramseider Scharte – eingekeilt zwischen Sommerstein (2.308 m) und Breithorn (2.504 m) im Steinernen Meer. Die Schutzhütte der DAV Sektion Ingolstadt nutzen wir als Stützpunkt für Touren in den Berchtesgadener Alpen, wo schroffe Kalkwände und weite Karstflächen des Steinernen Meers auf die grünen Almböden der Pinzgauer Täler treffen.
Von hier führen Routen auf das Breithorn (2.504 m) und die Schoenfeldspitze (2.653 m). Das Riemannhaus markiert den Kreuzungspunkt bedeutender Weitwanderwege – hier treffen sich der Nordalpenweg, der Rupertiweg sowie die Europäischen Fernwanderwege E4 alpin und E10. Die exponierte Lage in der Scharte macht die Hütte zum Ausgangspunkt für Übergänge ins Steinerne Meer.
Übernachten auf dem Riemannhaus
Die Berghütte bietet 81 Schlafplätze. Ein Winterraum steht ganzjährig zur Verfügung. Die Hütte wird in den Sommermonaten bewirtschaftet und versorgt Bergsteiger mit warmen Mahlzeiten und Getränken.
Zustieg zum Riemannhaus
Der Hauptzustieg führt vom Parkplatz Sandten bei Maria Alm (1.100 m) in 2,5 bis 3 Stunden zur Hütte – ein gleichmäßiger Anstieg durch Almgelände und über felsige Steige zur Ramseider Scharte. Alternativ erreicht man die Hütte von Saalfelden über das Kaltenbachtal oder von Sankt Bartholomä am Königssee über das Kärlingerhaus.
Gut zu wissen
Das Riemannhaus trägt den Namen seines Stifters Rudolf Ehrenfried Riemann, der die Hütte 1885 errichten ließ. Als Vorsitzender der Sektion Zell am See von 1872 bis 1880 spendete er 500 Gulden für den Bau des Ramseidersteigs. Die Hütte wurde am 29. August 1885 eröffnet – Riemann selbst erlebte dies nur kurz, er verstarb am 24. September desselben Jahres.
