Die Neue Heilbronner Hütte steht auf 2.320 m in der Verwallgruppe – am Übergang zwischen Montafon und Paznaun. Die Schutzhütte der Sektion Heilbronn des Deutschen Alpenvereins nutzen wir als Stützpunkt für Wanderungen durch die stillen Berge zwischen Rätikon und Silvretta. Ein Fahrweg führt zur Hütte hinauf – ungewöhnlich für diese Höhe, praktisch für den Gepäcktransport.
Von hier aus erkunden wir die Verwallrunde und die Übergänge vom Rätikon ins Verwall. Die Gipfelziele reichen vom Patteriol (3.056 m) bis zur Gaisspitze (2.779 m). Die Neue Heilbronner Hütte steht direkt am Zentralalpenweg – der Weitwanderweg verbindet die Ostalpen von Feldkirch bis Hainburg. Mountainbiker schätzen die Hütte als wichtigen Stützpunkt auf den Transalp-Routen.
Die Geschichte reicht zurück bis 1919, als die Alte Heilbronner Hütte am Tascheljöchl an Italien fiel. 1928 eröffnete die Sektion den Neubau für 81.400 Reichsmark. Nach der Beschlagnahme durch die Wehrmacht 1943 erhielt die Sektion ihr Haus erst 1958 zurück.
Übernachten auf der Neuen Heilbronner Hütte:
114 Schlafplätze stehen zur Verfügung. Nach der Tour entspannen Bergwanderer in der Sauna oder im Kneippbecken. Die Peter-Käss-Hütte dient als Winterraum und Selbstversorgerhaus mit 28 Schlafplätzen. Moderne Trockenräume sorgen für trockene Ausrüstung am nächsten Morgen.
Zustieg zur Neuen Heilbronner Hütte:
Der kürzeste Zustieg führt vom Zeinisjoch am Kops-Stausee (1.820 m) in 2,5 Stunden über 500 Höhenmeter zur Hütte. Übergänge verbinden mit den Nachbarhütten: zur Friedrichshafener Hütte in 3 Stunden, zur Konstanzer Hütte und Neuen Reutlinger Hütte in jeweils 5 Stunden.
