Die Mindelheimer Hütte steht auf 2.013 m in den Allgäuer Alpen – dort wo sich die Täler verzweigen und der Fels steil aufsteigt. Die Berghütte der Sektion Mindelheim des DAV nutzen wir als Stützpunkt für die mehrtägige Steinbocktour, die große Durchquerung der Allgäuer Alpen. Direkt oberhalb der Hütte führt der Mindelheimer Klettersteig durch die Felswände.
Von der Hütte ziehen die Wege zu den Schafalpenköpfen und zum Walser Geishorn. Die exponierte Lage am Übergang zwischen Rappenalptal und Wildental macht die Mindelheimer Hütte zum zentralen Knotenpunkt für Bergwanderungen im südlichen Allgäu. Über 9.000 Übernachtungen pro Jahr zeigen die Beliebtheit dieses alpinen Stützpunkts.
Als eine der ersten Hütten erhielt die Mindelheimer bereits 1997 das Umweltgütesiegel des DAV – Photovoltaikanlage und vollbiologische Kläranlage prägen den nachhaltigen Betrieb. Die südlichste Webcam Deutschlands zeigt von hier die aktuelle Wetterlage in den Allgäuer Bergen.
Übernachten auf der Mindelheimer Hütte
120 Schlafplätze stehen in der Berghütte zur Verfügung. Eine Materialseilbahn aus dem Rappenalptal erleichtert die Versorgung. Ein offener Schutzraum mit 4 Schlafplätzen bietet Unterschlupf.
Zustieg zur Mindelheimer Hütte
Der Hauptzustieg führt vom Fellhornbahn-Parkplatz durch das Rappenalptal zur Hütte – 700 Hm. Alternativ erreicht man die Mindelheimer vom Parkplatz Schwendle im Kleinen Walsertal über das Wildental oder Gemsteltal. In Hüttennähe quert der Weg den bekannten Mindelheimer Klettersteig.
Gut zu wissen
1920 als Nothütte mit nur 24 Schlafplätzen erbaut, entwickelte sich die Mindelheimer Hütte zum wichtigen Bergsteigerstützpunkt. Nach dem Zweiten Weltkrieg von französischen Truppen besetzt, erfolgte in den 1950er Jahren der Neubau mit Erweiterung auf 70 Schlafplätze – heute sind es 120. Die Lage am beliebten Mindelheimer Klettersteig und als Teil der Steinbocktour macht sie zu einer der meistbesuchten Hütten der Region.
