Die Fiderepass-Hütte steht auf 2.067 m direkt auf der deutsch-österreichischen Grenze – die Staatsgrenze verläuft über die Terrasse der Schutzhütte der DAV Sektion Oberstdorf. Der exponierte Pass zwischen Hammerspitze und Schafalpenköpfen verbindet das Kleinwalsertal mit dem Rappenalptal. Wir nutzen die Fiderepasshütte als Stützpunkt für den Mindelheimer Klettersteig und die Durchquerung der Allgäuer Alpen.
Von der Hütte aus erreichen wir die Oberstdorfer Hammerspitze (2.260 m) und die Schafalpenköpfe (2.320 m). Der Mindelheimer Klettersteig führt in drei bis fünf Stunden zur Mindelheimer Hütte – eine der anspruchsvollsten Routen in den Allgäuer Alpen. Der Krumbacher Höhenweg verbindet beide Hütten in drei Stunden. Die Fiderepass-Hütte liegt an der Steinbocktour durch die Allgäuer Alpen, mit Übergängen zum Holzgauer Haus und zur Rappenseehütte.
Übernachten auf der Fiderepass-Hütte
Die Berghütte bietet 120 Schlafplätze. Eine Materialseilbahn erleichtert den Transport. Die Hütte verfügt über eine vollbiologische Kläranlage mit Abwasserleitung zur Alpe Schlappoldhöfle. Ein Winterraum ist vorhanden – die Buchung erfolgt über Hütten Holiday mit Zugangscode, der Alpenvereinsschlüssel funktioniert nicht mehr.
Zustieg zur Fiderepass-Hütte
Der kürzeste Aufstieg führt von Mittelberg durch das Wildental zum Fiderepass – 849 Höhenmeter in drei Stunden. Von der Bergstation der Kanzelwandbahn bei Riezlern erreicht man die Hütte in zweieinhalb bis drei Stunden. Von Faistenoy an der Talstation der Fellhornbahn steigt man in dreieinhalb Stunden auf oder nutzt die Söllereckbahn bis zur Bergstation und wandert fünfeinhalb Stunden zur Fiderepasshütte.
Gut zu wissen
Die Idee zur Hütte hatte 1935 der Bergführer Anderl Heckmair aus Oberstdorf. 1938 wurde die Fiderepass-Hütte erbaut. Die besondere Lage direkt auf der Staatsgrenze macht sie zu einem symbolischen Verbindungspunkt zwischen Deutschland und Österreich in den Allgäuer Alpen.
