Die Erzherzog Johann Hütte (Großglockner) steht auf 3.454 m auf dem Felsen der Adlersruhe – Österreichs höchstgelegene Schutzhütte. An der Landesgrenze zwischen Tirol und Kärnten, die quer durch die Hütte verläuft, dient der Stützpunkt des Österreichischen Alpenklubs als Ausgangsbasis für die Besteigung des Großglockners. Von hier sind es nur noch eineinhalb bis zwei Stunden zum höchsten Gipfel Österreichs.
Die exponierte Lage im Nationalpark Hohe Tauern macht die Hütte zum hochalpinen Stützpunkt zwischen den vergletscherten Dreitausendern. Der Zustieg vom Lucknerhaus über 1.536 Höhenmeter führt in fünf bis fünfeinhalb Stunden durch Gletschergelände – der Mürztaler Steig ist teilweise seilgesichert. Alternative Routen führen von der Franz-Josefs-Höhe über Pasterzengletscher und Hofmannskees oder von der Salmhütte durchs Leitertal. Alle Zustiege erfordern Gletscherausrüstung.
Übernachten auf der Erzherzog Johann Hütte (Großglockner)
Die Schutzhütte hat 125 Schlafplätze. Eine Materialseilbahn – die höchstgelegene Österreichs – verbindet die Hütte über vier Kilometer mit der Lucknerhütte. Die Energieversorgung erfolgt über Blockheizkraftwerk, Solarthermik und Photovoltaik. Außerhalb der Bewirtschaftungszeit steht ein unbeheizter Winterraum zur Verfügung.
Zustieg zur Erzherzog Johann Hütte (Großglockner)
Der Hauptzustieg beginnt beim Lucknerhaus auf 1.918 m und führt über 1.536 Höhenmeter in fünf bis fünfeinhalb Stunden zur Hütte. Die Route führt über Gletschergelände, der Mürztaler Steig ist teilweise mit Seilen gesichert. Von der Franz-Josefs-Höhe erreicht man die Hütte über Pasterzengletscher und Hofmannskees in etwa fünf Stunden – eine anspruchsvolle Gletschertour.
Gut zu wissen
Die Geschichte der Erzherzog Johann Hütte reicht bis 1880 zurück. Mehrfache Erweiterungen in den Jahren 1891, 1895-1898, 1907, 1926-1930, 1960, 1989/90 und zuletzt 2016 prägten die heutige Gestalt. Bei der letzten Sanierung wurde das Fundament wegen Permafrostschmelze neu verfestigt. Seit 2020 betreibt eine vollautomatische Wetterstation auf 3.465 m kontinuierliche Messungen in dieser extremen Höhenlage.
